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Montag, Juli 23, 2018
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Tamburamusik in Đakovo

Đakovo und die Umgebung wurden durch die Jahrhunderte von vielen Völkern besiedelt. Hier wurden kleine und große Schlachten gekämpft. Staatsverträge, Belagerungen und Kriege hinterließen schwere Folgen, auch in kultureller Hinsicht. Trotzdem pflegten Generationen von Einwohnern ihr kulturelles Erbe und bewahrten den Geist unseres Volkes. Die Mischung vieler Völker und deren Kulturen bereicherte die Kultur der Ureinwohner und schuf so etwas außergewöhnliches und distinktes.

Die Tambura ist ein Seiten- und Zupfinstrument. Sie hat viele Namen, Größen, Formen und Seitenzahlen. In Slawonien und Baranja (aber auch in anderen Teilen Kroatiens) ist die Tambura kein authentisches, dafür aber ein traditionelles Musikinstrument. In der buddhistischen Mythologie schuf die erste Tambura der Gott Tamburu, der Schutzgeist der Musik und der Musiker.

Die Osmanen brachten den Vorläufer der heutigen Tambura im 14. und 15. Jahrhundert nach Bosnien. Die Tambura wird zum ersten Mal in einem Schriftstück aus Bosnien im Jahr 1551 erwähnt. Die Šokci brachten sie dann nach Slawonien, Baranja, Vojvodina und später auch in die restlichen Teile Kroatiens. In einem Schriftstück aus 1670 aus Šibenik werden zwei Tamburica erwähnt.

Die ersten schriftlichen Beläge über die Musik in Đakovo und der Đakovština nach den Osmanen kann in einer Aufzeichnung des Bischofs Petar Bakić (1716-1749) aus 1725 gefunden werden. Unter den ersten Quellen die die Tambura in Slawonien erwähnen ist „Satir“ aus 1762, das Werk von Matija Antun Reljković (1732-1798). Es gibt viele Quellen die über das Musikleben in unserer Stadt aus dieser Zeit reden, ausschließlich in Verbindung mit der Kirche, jedoch wird nirgends die Tambura erwähnt.

Seit 1834 ist das Priesterseminar in Đakovo das Zentrum des Illyrischen Frühlings in diesem Teil Slawoniens. In Đakovo wird 1841 der Literarische Chor der geistlichen Jugend gegründet, Mitglieder waren beispielsweise Mato Topalović und Juraj Tordinac. Der Chor hat außer Literatur auch geistliche und patriotische Lieder gepflegt. Allgemein bekannt ist, das die erste Tamburagruppe in Kroatien mit 6 Mitgliedern der bekannte kroatische Kompositeur aus Osijek Pajo Kolarić 1847 gegründet hat. Es ist weniger bekannt, dass 5 Jahre zuvor in Đakovo innerhalb des Literarischen Chors der geistlichen Jugend eine Gruppe gebildet wurde - die “Tamburaši ilirski” oder die “Illyrischen Tambura-Spieler”. Im selben Jahr, 1842, gab Topalović in Osijek einen Band slawonischer Volkslieder heraus, „Tamburaši ilirski“.

Folgernd hatte Đakovo also die erste Tamburagruppe in Kroatien. Weshalb wird dann Pajo Kolarić als Gründer des ersten Tamburagruppe in Kroatien genommen? Weil Franjo Ksaver Kuhač (1834-1911) der erste war der dies zu Papier brachte und in seinem Buch „Ilirski glazbenici“ („Illyrische Musiker“) veröffentlichte. Er war der Gründer der kroatischen Volksliedforschung und Musikologie. Später wurde dies nur abgeschrieben.                                                                1863 wurde der Chor „Sklad“ gegründet, der Vorfahre des heutigen gleichnamigen Folkloreensembles. Bischof Strossmayer gab höchstwahrscheinlich den Anreiz und die Idee dazu. Er selber war auch Ehrenmitglied.

1896 wurde der Chor „Preradović“ gegründet, er beinhaltete auch ein Tambura Chor.  Zur Zeit des II. Weltkriegs waren die Chöre nicht aktiv.

In den 30er Jahren gründeten die Gewerbe ein Tamburagruppe der Jugendlichen der kroatischen Gewerbe. Dieser nahm auch an der 1. Messe der Tambura-Chöre in Osijek im Jahr 1937 teil. Nach dem Krieg gründet Antun Horvat ein Tamburagruppe in der Gewerbeschule. 1952 wurde der Gesangsverein „Ivo Lola Ribar“ gegründet. Innerhalb dieses Vereins gab es auch einen Tamburagruppe. Im selben Jahr kommt Franjo Josip Kosina (1907-1983) nach Đakovo und gründet einen Tambura-Orchester in der Schule. Er gab auch den Anstoß für die Gründung eines Tambura-Orchesters an der Volkshochschule „August Cesarec“ und der Städtischen Musikschule (1952-1957). Das Orchester hatte eine Reihe von sehr erfolgreichen Auftritten in ganz Kroatien und war auch ein großer Erfolg auf den Đakovački vezovi. Die Tambura-Spieler waren auch im Folkloreensemble „Meteor“ (1975-1977) aktiv.

Nach 114 Jahren, im Jahr 1977 erneuern die Gewerbe in Đakovo den Gesangsverein „Sklad“, dieser wird später das städtische Folklore Ensemble „Sklad“. Innerhalb des Vereines werden 1981 auch eine Folkloregruppe und eine Tamburagruppe aktiv und sind es auch heute noch.

Der Gesangsverein „Sklad“ war sehr erfolgreich bis zu Beginn des Krieges in Kroatien und wurde auch danach nicht wiederhergestellt. Seit 1977 waren Chorleiter Franjo Josip Kosina, Vinko Brezovar, Adelhaida Glešć und Adam Pavić.

1985 wurde das Folkloreensemble des PIK Đakovo gegründet, welches seit 1998 den Namen „Tena“ trägt. Im Ensemble ist auch die Tamburagruppe und die Musikschule sehr erfolgreich. Einige Zeit war auch das Tambura-Orchester sehr aktiv.

Dank den Đakovački vezovi, den Folkloreensembles, den Schulen und vielen guten Einwohnern und Institutionen hat Đakovo eine sehr dominante Rolle in der Entwicklung und Pflege der Tambura-Musik in Kroatien. Mit der Gründung und sehr eifriger Arbeit wurde Đakovo die Stadt mit den meisten bekannten Tamburabands in Kroatien. Einige haben auch unsere Musik in Europa, Australien, Amerika und Kanada populär gemacht.

Hier nur die bekanntesten: “Slavonske lole“, “Dyaco“, “Zvona“, “Izvor“, “Slavonija band“, „Slavonski dukati“,“Nova banda“,“Kadenca“,“Inat slavonski“,“Slavonski san“ u.v.m.

In Đakovo begann 1999 auch die Musikschule innerhalb der Grundschule „Ivan Goran Kovačić“. Dort werden neue Generationen geschult und die Musik auf ein hohes Niveau gebracht.

Dies ist ein sehr kurzer Abriss der Tamburamusik in Đakovo. Nicht unwichtig ist noch mal zu erwähnen, dass 1842 die erste Tamburagruppe Kroatiens in unserer Stadt gegründet wurde.

Danke Allen die etwas für unsere Musik und die Tambura getan haben. Den heutigen und allen zukünftigen Generationen wünsche ich viele erfolgreiche Jahre zur Ehre des kroatischen, slawonischen Erbes.

In Đakovo, September 2013                                                                   Adam Pavić  

 

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